Chronik
| 1166 | Mit "Wikardus de Dielce" wird Delitzsch erstmals in einer Urkunde genannt. |
| 1291 | Delitzsch wird als Stadt erwähnt. |
| 1348 | Pest in Delitzsch. Die Seuche wurde aus Asien über See von Händlern eigeschleppt, durch Rattenfloh übertragen und kostete vielen Menschen in Sachsen und ganz Europa das Leben. |
| 1392 | Bau des Hospitals "Zum Heiligen Geist" mit der Kapelle St. Fabian und Sebastian am westlichen Stadtausgang. |
| 1394-1396 | Neubau des Halleschen Turmes. Zeitgleich entstehen der Breite Turm und die Stadtmauer. |
| 1401 | Umbau eines Bürgerhauses zum Rathaus im Stil der Gotik. |
| 1404 bis 1499 | Die Stadtkirche St. Peter & Paul im Zentrum der mittelalterlichen Stadt entsteht im Stil der Spätgotik. |
| 1423 | Die Stadt erhält die Obergerichtsbarkeit. |
| 1474 bis 1497 | Erweiterungsbau des Rathauses |
| 1481 | Der aus Delitzsch stammende Buchdrucker Marcus Brandis druckt in Leipzig das erste Buch Sachsens. |
| 1516 | Bau der Hospitalkirche St. Georg |
| 1518 | Grundsteinlegung für die neue Marienkirche |
| 1539 | Nach dem Tod des Herzogs Georg, einer der Gegner Luthers, Einführung der Reformation auch in Delitzsch. |
| 1606 | Der Gasthof "Zum weißen Ross" entsteht durch Verleihung des Rechtes zu beherbergen und auszuspannen. |
| 1644 | Schwedische Besatzer tragen Teile der Stadtmauer ab. |
| 1657 | Teilung des Kurfürstentums Sachsen: Delitzsch fällt an das Herzogtum Sachsen-Merseburg, bis die Linie 1738 erlischt. |
| 1661 | Fast der gesamte Westteil der Stadt fällt der größten Delitzscher Feuersbrunst zum Opfer. |
| 1689-1696 | Umbau und Erweiterung des Schlosses zum Witwensitz der Herzöge von Sachsen-Merseburg. |
| 1728-1810 | Delitzsch ist Garnisonsstandort für die Kursächsische Armee. |
| 1795 | Der Naturforscher Christian Gottfried Ehrenberg wird am 19. April in Delitzsch geboren. Er unternimmt später Forschungsreisen mit Humboldt. |
| 1808 | Am 29. August wird Hermann Schulze in Delitzsch geboren. Er wird zum Begründer des deutschen Genossenschaftswesens. |
| 1815 | Delitzsch gehört zu Preußen und wird Kreisstadt. Der Kreis entsteht aus den Ämtern Delitzsch und Eilenburg. |
| 1817 | Carl Christian Freyberg kauft die Apotheke "Zum weißen Adler" am Markt. Daraus entsteht später die Chemie-Fabrik "Delicia". |
| 1849 | Hermann Schulze-Delitzsch, mittlerweile Abgeordneter der Nationalversammlung, gründet die erste Handwerksgenossenschaft Deutschlands. |
| 1850 | In der Ritterstraße 43 wird durch Schulze-Delitzsch ein Vorschussverein gegründet. Aus ihm geht die Genossenschaftskasse - heutige Volksbank - hervor. |
| 1859 | Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Berlin-Leipzig mit dem Haltepunkt Berlin (Unterer) Bahnhof. |
| 1865 | Die Stadt erhält Gasbeleuchtung - ein weiterer Schritt zur Modernisierung. |
| 1872 | Die Halle-Sorau-Gubener Eisenbahn wird in Teilbetrieb genommen. Der Sorauer (Oberer) Bahnhof ist Haltepunkt in Delitzsch. |
| 1885 | Der erste Teil des späteren Stadtparks wird angelegt und bis 1936 in mehreren Abschnitten erweitert. |
| 1895 | Anstelle eines maroden Vorgängerbaus wird in der Dübener Straße ein neues Krankenhaus errichtet. |
| 1902 bis 1904 | Delitzsch erhält ein öffentliches Trinkwasserversorgungsnetz. |
| 1908 | Die Eisenbahn-Hauptwerkstatt (RAW) wird in Betrieb genommen. |
| 1929 | Das Schloss samt Umfeld wird von der Stadt Delitzsch der Regierung in Merseburg abgekauft. |
| 1935 | Delitzsch will Kurstadt werden: Erweiterung Stadtpark, Einweihung des "Neuen Heiligbrunnens", Aufnahme des Kurbetriebes im Moorbad |
| 1945 | Besetzung der Stadt durch die Amerikaner. Ab Juli gehört Delitzsch zur Sowjetischen Besatzungszone. |
| 1952 | Durch eine Gebietsreform in der DDR kommt die seit 1946 zur Provinz Sachsen-Anhalt gehörende Stadt zum neu geschaffenen Bezirk Leipzig. |
| 1974 bis 1992 | Acht Dörfer und weitere Ortsteile des Kreises fallen dem Braunkohle-Abbau zum Opfer. Durch Zuzug der Dorfbevölkerung entstehen ab 1975 zusätzliche Wohnblöcke in der Richard-Wagner-Straße, in der Bitterfelder Straße und im Wohngebiet Nord. |
| 1989 | Im November vollzieht sich die friedliche Revolution mit Friedensgebeten in der Stadtkirche, anschließenden Protestdemonstrationen und der Bildung eines "Runden Tisches". |
| 1990 | Der Kreis Delitzsch kommt durch Volksabstimmung zum wiederbegründeten Freistaat Sachsen. Im Oktober werden Städtepartnerschaften mit Monheim am Rhein und Friedrichshafen am Bodensee geschlossen. |
| 1994 | Eingemeindung der Dörfer Laue und Benndorf. Die Kreise Delitzsch und Eilenburg werden vereint. Delitzsch bleibt dabei der Sitz des großen Landkreises. |
| 1995 | Im Gewerbegebiet Südwest beginnt der Bau eines Wellpappenwerkes. Weitere Firmen, wie eine Dämmstofffabrik, folgen wenig später. |
| 1997 | Die Dörfer Schenkenberg und Spröda werden eingemeindet. Delitzsch erhält den Status einer großen Kreisstadt. Das Stadtoberhaupt führt nun den Titel "Oberbürgermeister". |
| 2000 | Nach umfassender Sanierung erstrahlen Schloss, Barockgarten und Schlossbezirk in neuem Glanz. Abschluss einer Städtepartnerschaft mit Ostrów Wielkopolski in Polen. |
| 2004 | Große Teile des innerstädtischen Sanierungsprogrammes im Rahmen des städtebaulichen Denkmalschutzes konnten erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Dazu gehörte die Rekonstruktion von Bürgerhäusern, öffentlichen Gebäuden und der städtischen Infrastruktur. Auf Beschluss des Stadtrates Delitzsch und des Gemeinderates von Döbernitz wird zum 1. März 2004 die Gemeinde Döbernitz in die Stadt eingemeindet. |
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