Russische Botschaft dankt für Kriegsgräberinstandsetzung

vom 20.04.2018

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Delitzsch mithilfe einer Komplett-förderung der Landesdirektion die Grabplatten von 170 zwischen 1942 und 1946 auf dem Delitzscher Friedhof bestatteten sowjetischen Opfern überholt. Dafür traf nun ein Dankesschreiben aus der Russischen Botschaft in der Stadtverwaltung ein.

Bei den Bestatteten handelt es sich um im Kampf gefallene Soldaten, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus der früheren Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, die in der Delitzscher Zuckerfabrik gearbeitet hatten.

Im Zuge der Fördermittelbeantragung bei der Landesdirektion Sachsen waren die Gräberlisten im Büro der für Kriegsgräberfürsorge und Gedenk-arbeit der russischen Botschaft geprüft worden. Dabei stellte man fest, dass weit mehr als die bisher angenommenen 140 Opfer in Delitzsch bestattet wurden und dass aufgrund diverser Übersetzungsvorgänge in der damaligen Zeit die auf den bisherigen Platten angegebenen Namen auch einige Schreibfehler aufweisen.
Die Gesamtsumme von 29.000 Euro wurde komplett über die Landesdirektion Sachsen als Vollzug des Gesetzes über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz) gefördert.

Auf dem Delitzscher Friedhof befinden sich zudem italienischer und polnischer Kriegsgräber sowie ein Sammelgrab für Tote verschiedener Nationalitäten, die beim Todesmarsch in einer Kiesgrube bei Döbernitz ermordet worden waren.

 

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