Weihnachtsgrüße des Oberbürgermeisters

vom 24.12.2017

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein erfolgreiches Jahr für Delitzsch geht zu Ende.

Die Stadt ist quasi in ihrem bisher besten Zustand, denn fast alle Brachen und Ruinen sind beseitigt. Das verfallene Haus in der Milchgasse konnte abgebrochen werden und vor ein paar Tagen gingen der Fördermittelbescheid für den Abbruch der alten Verkaufsstelle in der Dübener Straße und für die Begrünung von Delitzsch Nord ein.
Möglich wird das für uns nur wegen der Co-Finanzierung von Eigenmitteln durch Fördergelder. Eine geschickte Haushaltsführung und die passende Fördermittelakquise erlauben uns auch die umfangreiche Sanierung und die Erweiterung der Oberschule Nord, die im dritten Quartal 2018 ihren Abschluss finden soll. Bereits fertiggestellt ist die benachbarte Sporthalle, die für den Schul- und für den Vereinssport genutzt wird.

Am neuen Hort neben der Grundschule Ost wird noch fleißig gebaut, auch er wird im kommenden Jahr fertiggestellt. Für den Hort Nord werden dann die Bauarbeiten beginnen – dort, wo jetzt noch die Schüler der Oberschule Nord im Interim lernen, sollen ab 2019 300 Kinder ihre außerschulische Zeit verbringen.

Veränderung tut unserer Stadt gut, deshalb freue ich mich über jeden Zuzug, wenn das auch Herausforderungen im Kita- und Schulbereich nach sich zieht. Mit der Belegschaft der Stadtverwaltung sind wir diesen Herausforderungen gewachsen und werden auch die letzten größeren Bauprojekte der nächsten Jahre stemmen. Das sind der Neubau der Artur-Becker-Schule und das Projekt Schwimmbad. Auch hier sind wir auf die fördernde Unterstützung durch Fremdmittel angewiesen, deren Höhe letztlich das Aussehen eines möglichen Schwimmbades bestimmen wird.

Bauarbeiten bedeuten oft Einschränkungen. Schüler müssen umziehen, Lärm muss erduldet werden, Umwege werden gefahren. Gerade in den letzten Monaten haben Sie, werte Mitbürger, da einiges mitgemacht, und obwohl die Stadt Delitzsch meist nicht der Bauherr dieser Straßenbaumaßnahmen war, so darf ich Ihnen trotzdem für Ihr Verständnis danken. Was wäre andererseits jedoch die Alternative? Nichts zu tun, das ist doch bei Straßenmängeln keine Option.

Nichts zu tun, ist auch für viele Delitzscher keine Option. Zahlreiche Bürger bringen sich neben ihrer Arbeit ehrenamtlich ein, wirken in Vereinen, helfen dem Nachbarn, packen im Wahllokal an. Mit dem Bürgerpreis der Stadt Delitzsch werden in ungeraden Jahren herausragende Ehrenamtler ausgezeichnet. 2017 waren das Christel Moltrecht, Christine Adam und Ronny Mühlner. Sie stehen stellvertretend für die Ehrenamtler, denen ich an dieser Stelle meinen Dank für ihre freiwilligen Leistungen aussprechen möchte.

Auch die Stadt Delitzsch ist schon mehrfach ausgezeichnet worden, zuletzt für die Bemühungen im Bereich der Klimaanpassung. Natürlich freuen wir uns über die nachgewiesen zahlreichen Sonnenstunden – wer lebt schon nicht gern auf der Sonnenseite? Gleichzeitig müssen wir lernen, mit Trockenheit, Starkregen, Stürmen und eben vermehrter Sonneneinstrahlung umzugehen. Diese Aufgaben kann man nicht nur auf Bundesebene bewältigen, denn letztendlich leben wir Menschen vor Ort mit den Auswirkungen der Klimaveränderung – ein Thema, das uns in Zukunft weiter beschäftigen wird.

„Es ist kaum glaublich, wie nachlässig die Menschen mit der Zeit umgehen“, sagte der Physiker Georg Christoph Lichtenberg. Daher mein Appell an Sie: Nutzen Sie jeden Tag und gerade zur Adventszeit jeden Moment mit Familie und Freunden.

Eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch ins nächste Jahr wünscht Ihnen Ihr Oberbürgermeister

Dr. Manfred Wilde

 

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