Nachbericht zur Konferenz in Ostrów Wielkopolski

vom 06.11.2017

Im Oktober fand in der polnischen Partnerstadt Ostrów Wielkopolski eine zweitägige inter-nationale Konferenz zum Thema „Innovative self-government of Ostrów Wielkopolski – exchange of experience and good practices on the international stage“ statt. Aus Delitzsch nahmen vier Vertreter der Stadtverwaltung teil, darunter der Referatsleiter für Wirtschaftsförderung und Tourismus, Alexander Lorenz.

Er sprach in seinem Vortrag in der alten Synagoge in Ostrów über Delitzsch als nachhaltige Stadt. Beispielbezogen informierte er über digitale und ressourcensparende Lösungen, die in Delitzsch Anwendung finden. So fanden das computergestützte Fahrplanmanagement und das Free WiFi der Firma Auto Webel ebenso Erwähnung wie der digitale Apartmentmanager, den die WGD in der „Alten Limonadenfabrik“ einsetzt. Die WGD-Mitarbeiter nutzen zudem zunehmend auch im Außendienst Tablets, um Papier zu vermeiden und Abläufe zu optimieren. Das E-Auto der Stadtwerke Delitzsch GmbH, die Onleihe der Bibliothek Alte Lateinschule, das Heimmanagement im Caritas Altenpflegeheim St. Maria am Rosenthal und die App der BARMER waren weitere Beispiele, die genannt wurden. Die Referate aus Delitzsch und der anderen deutschen Partnerstadt von Ostrów, Nordhausen, stießen aufgrund der zahlreichen genannten Möglichkeiten für Verbesserungen bei den Gästen aus Polen, Schweden und Frankreich auf großes Interesse.

Beeindruckend: In Ostrów Wlkp. und 118 anderen umgebenden Dörfern und Kleinstädten sind insgesamt rund 6.000 individuell ansteuerbare LED-Lichtpunkte entstanden. Die Lichtintensität jeder einzelnen Straßenlampe kann digital zeitgesteuert werden – ein großes niederländisches Unternehmen bietet diese energiesparende Lösung mit dem Programm „City Touch“ an. Ein schwedisches Unternehmen praktiziert eine wöchentliche Ideenstunde, in der die Mitarbeiter in kreativen Runden für die Firma querdenken. Die Kleinstadt Bergerac in der Dordogne versucht gegen den Leerstand in der Innenstadt vorzugehen, in dem sie baufällig Häuser erwirbt und saniert. Bemerkenswert übrigens, dass in Ostrów der innerstädtische Einzelhandel funktioniert, gleichwohl seit ein paar Jahren am Stadtrand ein modernes Einkaufszentrum mit Filialisten, bunter Werbung und langen Öffnungszeiten lockt.

So unterschiedlich die an der Konferenz beteiligten europäischen Städte sein mögen, oft gleichen sich ihre Herausforderungen. Durch den internationalen Austausch konnten viele Erfahrungen zwischen den Städten ausgetauscht werden, wie Ostróws Stadtpräsidentin Beata Klimek feststellte. Sie betonte mehrfach, wie wichtig es in der heutigen Zeit ist, Brücken innerhalb Europas zu bauen. Mit dieser Konferenz ist das der Partnerstadt auf jeden Fall gelungen.

 

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