Sowjetische Kriegsgräberplatten werden überholt

vom 23.08.2017

Auf dem städtischen Delitzscher Friedhof wurden 1942 bis 1946 170 Opfer mit sowjetischer Staatsangehörigkeit bestattet. Es handelte sich dabei um im Kampf gefallene Soldaten, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus der früheren Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, die in der Delitzscher Zuckerfabrik gearbeitet hatten.

Im Zuge der Fördermittelbeantragung bei der Landesdirektion Sachsen waren die Gräberlisten im Büro der für Kriegsgräberfürsorge und Gedenk-arbeit der russischen Botschaft geprüft worden. Dabei stellte man fest, dass weit mehr als die bisher angenommenen 140 Opfer in Delitzsch bestattet wurden und dass aufgrund diverser Übersetzungsvorgänge in der damaligen Zeit die auf den bisherigen Platten angegebenen Namen auch einige Schreibfehler aufweisen.

Nach den Vorgaben der russischen Botschaft werden nun die Grabplatten erneuert. In der ersten Sitzung nach der Sommerpause haben die Mitglieder des Technischen Ausschusses gestern Abend den Auftrag an einen Steinmetz in Bad Düben vergeben. Das Vorhaben kostet rund 29.000 Euro. Die Summe wird komplett über die Landesdirektion Sachsen als Vollzug des Gesetzes über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz) gefördert.

Die Maßnahme wird noch im vierten Quartal umgesetzt.



 

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