Sowjetische Gräber werden überprüft

vom 20.02.2017

Auf dem städtischen Delitzscher Friedhof wurden 1942 bis 1946 zahlreiche Opfer mit sowjetischer Staatsangehörigkeit bestattet. Es handelte sich dabei um im Kampf gefallene Soldaten, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die in der Delitzscher Zuckerfabrik gearbeitet hatten.

Für die Instandbesetzung und Pflege der Gräber reicht die Landesdirektion Chemnitz Fördergelder aus. Dabei werden alle Anträge von Beauftragten der russischen Konförderation gegengeprüft. Aufgrund der mittlerweile zugänglichen Archivdaten des russischen Verteidigungsministeriums konnte ermittelt werden, dass mehr als die bisher angenommenen rund 140 Menschen in Delitzsch bestattet wurden. Es waren tatsächlich rund 170 Personen.

Evgeni Aleshin, Leiter des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenk-arbeit der russischen Botschaft, verschaffte sich am Montag letzter Woche mit seinem Mitarbeiter Alexander Gribowski einen Überblick über den Zustand der Grabstellen vor Ort und übergab eine aktuelle Gräberliste.

Die Grabplatten sollen noch 2017 mit den nun bekannten Namen ergänzt bzw. vervollständigt werden. Die noch zu ermittelnden Gesamtkosten werden komplett durch den Freistadt Sachsen übernommen, so Andreas Pradel, Sachgebietsleiter Bauverwaltung bei der Stadt Delitzsch.


 

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