Ausbruch der Geflügelpest bei einem Bussard in der Stadt Delitzsch im Ortsteil Laue amtlich festgestellt

vom 10.02.2017

Pressemitteilung des Landkreises Nordsachsen. Originalmeldung mit allen Karten und Verlinkung auf der  Website des Landkreises


041/ 2017 – 10.02.2017




Ausbruch der Geflügelpest bei einem Bussard in der Stadt Delitzsch im Ortsteil Laue amtlich festgestellt


Am 02.02.2017 wurde in Delitzsch im Ortsteil Laue ein Bussard geborgen und zur Landesuntersuchungsanstalt Sachsen zur Untersuchung auf aviäre Influenza gebracht. Das hochpathogene Geflügelpestvirus H5N8 wurde durch das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems nachgewiesen.

Somit ist wiederholt im Landkreis Nordsachsen der Ausbruch der Wildvogelgeflügelpest amtlich festgestellt worden.

Das Landratsamt Nordsachsen hat daher nach den tierseuchenrechtlichen Vorschriften einen Sperrbezirk von mindestens drei Kilometern um die

1. der Ortsteil Sausedlitz in der Gemeinde Löbnitz außer den Ortslagen Sportplatz und Lehmgeitenbreite sowie
2. die Ortsteile Laue und Poßdorf der Stadt Delitzsch

und ein Beobachtungsgebiet von mindestens weiteren sieben Kilometern (also insgesamt mindestens 10 km) um den Fundort des Bussards eingerichtet.

Das Beobachtungsgebiet umfasst alle Ortsteile der Großen Kreisstadt Delitzsch sowie die
Gemeinde Löbnitz mit allen Ortsteilen, die Stadt Bad Düben mit dem Ortsteil Tiefensee, die Gemeinde Krostitz mit dem Ortsteil Krensitz, die Gemeinde Schönwölkau mit den Ortsteilen Badrina, Brinnis, Gollmenz, Hohenroda, Lindenhayn, Luckowehna, Mocherwitz und Wannewitz, die Gemeinde Rackwitz mit dem Ortsteil Zschortau sowie die Gemeinde Wiedemar mit den Ortsteilen Quering, Serbitz und Zaasch.

Der Tierseuchenstab des Landkreises hat in seiner Sitzung die für den Schutz des gehaltenen Geflügels und gehaltener Vögel erforderlichen Maßnahmen festgelegt und deren Umsetzung veranlasst und kontrolliert.
So wurden z.B. die Gebiete mit den erforderlichen Hinweisschildern kenntlich gemacht und im Rahmen zweier Allgemeinverfügungen die erforderlichen Schutzmaßnahmen festgelegt.

Die detaillierten Angaben zu den Orten bzw. den Ortsteilen, die sich im Sperrbezirk bzw. Beobachtungsgebiet befinden, sind den heute veröffentlichten Allgemeinverfügungen zu entnehmen (Anlage Allgemeinverfügungen).

Diese Allgemeinverfügungen sind u.a. auf der Landratsamt-Interseite in der Rubrik „Aktuelles“ abrufbar sowie in den Aushängekästen des Landratsamtes Nordsachsen an allen Verwaltungsstandorten (Torgau, Oschatz, Delitzsch und Eilenburg)für jeden Bürger einsehbar.

Für den Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet gelten für alle Geflügelhalter ausnahmslos die folgenden Beschränkungen:
• Geflügel muss aufgestallt werden (in geschlossen Ställen untergebracht werden) oder unter einer Schutzvorrichtung, die nach oben abgedeckt ist und seitlich das Eindringen von Wildvögeln verhindert.
• An Ein-und Ausgängen der Ställe sind Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen auszulegen und mit einem wirksamen Desinfektionsmittel zu tränken und stets damit feucht zu halten.
• Geflügelbestände im Sperrbezirk dürfen durch fremde Personen nicht betreten werden, ausgenommen Mitarbeiter des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt oder Tierärzte.
• Geflügel und Bruteier dürfen bis 02.03.2017 nicht nach außerhalb des Sperrbezirk verbracht werden sowie bis zum 24.02.2017 nicht aus dem Beobachtungsgebiet hinaus verbracht werden. Ausnahmegenehmigungen von dieser Regelung sind beim Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt zu beantragen.
• Frisches Geflügelfleisch oder Produkte, die aus im Sperrbezirk gehaltenem Geflügel hergestellt wurden, dürfen nicht in Bereiche außerhalb des Sperrbezirkes verbracht werden. Dem Verzehr der Produkte steht nichts entgegen, wobei Geflügelfleisch ohnehin stets gut durchgegart werden muss.
• Tierische Nebenprodukte (Mist, Kot, Federn….) aus Geflügelhaltungen im Sperrbezirk dürfen für die Dauer des Sperrbezirkes nicht aus den Beständen verbracht werden.
• Es dürfen keine Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden.
• Tot oder krank aufgefundene Wat- und Wasservögel sind dem Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt zu melden.
• Für Hunde besteht Leinenzwang.
• Die Jagd auf Federwild ist im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet bis zum 11.03.2017 verboten.
• Alle gewerblichen Geflügelbestände im Sperrbezirk werden durch das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt klinisch untersucht und bei Bedarf beprobt.
Geflügelhalter im Landkreis Nordsachsen, die ihre Haltung noch nicht beim Lebensmittel-überwachungs- und Veterinäramt angezeigt haben, werden aufgefordert, dies unverzüglich nachzuholen. Halter von bereits angezeigten Haltungen werden aufgefordert, die gehaltene Anzahl der Tiere beim Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt zu aktualisieren.
Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt fordert die Hunde- und Katzenhalter auf, ihre Tiere von toten Vögeln und von der Ufernähe von Gewässern fernzuhalten. Somit wird verhindert, dass vielleicht vorhandenes Geflügelpestvirus an den Pfoten weitertragen wird.
Alle Informationen zum Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet und den dort geltenden Beschränkungen finden Sie in den entsprechenden Allgemeinverfügungen sowie weitere aktuelle Allgemeinverfügungen/ Verordnungen finden Sie unter www.landkreis-nordsachsen.de/aktuell.html.

Für Rückfragen können Sie uns gerne unter der Telefonnummer: 034202-9885555 kontaktieren! Nach Dienstschluss melden Sie sich bei dringenden Fällen bitte bei der Leitstelle Leipzig Tel.: 0341/55004-4000 oder bei dem jeweiligen Polizeirevier.


 

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