Tiergarten Delitzsch bereitet sich auf kalte Jahreszeit vor

vom 15.11.2016

Trampeltiere, Alpakas und Mähnenspringer, sind die „winterharten“ Tiere im Delitzscher Tiergarten. In der beliebtesten Delitzscher Freizeiteinrichtung (aktuell 55.000 Besucher) ist man auf den herannahenden Winter bestens vorbereitet.

„Bei einigen Tieren müssen wir im Winter improvisieren damit sich alle wohl fühlen“, berichtet Tiergarten-Leiterin Julia Gottschlich. „Vor allem die Südamerikaner und die Afrikaner, wie Affen, Zebras und Antilopen, mögen nasskaltes Wetter überhaupt nicht.“ Diese Tiere klopfen als erste im Spätherbst an der Stalltür an und suchen vermehrt das Innere. Dort wird bei Frost notfalls zugeheizt, in erster Linie aber mit einer dicken Strohschicht gedämmt und gewärmt.

Einige der Tiergarten-Bewohner, wie Kängurus und Erdmännchen, kuscheln sich bei Kälte zusammen und andere schlagen bei der täglichen Fütterung richtig zu, um sich eine Speckschicht für den Winter anzufressen.

Dagegen wird bei Leopardgecko und Bartagame die Fütterung verringert und schließlich ganz eingestellt. Diese beiden Reptilienarten fallen bei auf 15° Celsius abgesenkter Temperatur für ca. zwei Monate in eine Winterruhe. Den klassischen Winterschlaf hält im Tiergarten kein Tier. Zwar sind die beiden Bären Susi und Knicki inaktiver als im Rest des Jahres, lassen sich durchaus aber im Freigehege sehen.

Glasscheiben an mehreren Stellen erleichtern den Besuchern zusätzlich die Tierbeobachtung – Flamingos, Nasenbären und Schweine können so ständig betrachtet werden.
Aufwärmen können sich Besucher im Winter zumindest an den Wochenenden bei einer heißen Suppe und einem Kaffee, denn dann sind Gulaschkanone oder Grill vor Ort. Geöffnet ist der Tiergarten täglich bis 16:00 Uhr.

 

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