Standpunkt zum LVZ-Artikel „Delitzschs größte Geldfresser“ vom 29./30. Oktober 2016

vom 02.11.2016

In der LVZ vom 29./30. Oktober 2016 wurden unter der Überschrift „Delitzschs größte Geldfresser“ zehn Punkte aufgelistet und erläutert, wo in dem Fall öffentliche Gelder „zweifelhaft“ verbraucht wurden.
Leider sind in diesem Artikel einige falsche und irrelevante Angaben zu finden, die hiermit korrigiert und kommentiert werden.

  • 1. Ehrenberg-Haus. Das Ehrenberg-Haus der Wohnungsgesellschaft kostete nicht – wie im LVZ-Artikel geschrieben – 5.000 € pro Quadratmeter, sondern 3.400 € an Baukosten.
  • 2. Straße „Zum Seeblick“. Für die Bürger ein nahes Erholungsziel zu erschließen, war Sinn dieser Straßenbaumaßnahme des Freistaates Sachsen und der Stadt Delitzsch. Dass die Stadt hier auf einem guten Weg ist, zeigen die letzten Aussagen von Nordsachsens Landrat Kai Emanuel.
  • 3. Radstation am Roßplatz. Mit dem Gewinn des „Ab in die Mitte!“-Wettbewerbs konnte die Radstation auf dem Roßplatz unter Beteiligung der Delitzscher Werbegemeinschaft finanziert werden. Damit haben Radfahrer am Kohle-Dampf-Licht-Radwanderweg die Möglichkeit eines zentralen Haltepunkts. Was wäre die Alternative? Keine Bänke mehr im öffentlichen Raum aufzustellen?
  • 4. Blumenkübel. Vor vielen Jahren angeschaffte Blumenkübel können nicht mehr so aufwändig gepflegt werden wie früher. Grund ist, dass in der Stadt andere Grünflächen hinzugekommen sind, die durch die Kräfte der Servicegesellschaft betreut werden, etwa in der Sandmark, am Kreisverkehr Nordplatz etc. Hier musste abgewogen werden, wo man Prioritäten setzt. Deshalb wurden Kübel eingelagert oder umgesetzt.
  • 5. Vandalismus. Hier führt die LVZ an, dass jährlich tausende von Euro für die Vandalismusbeseitigung ausgegeben werden. Auch an dieser Stelle die Frage nach der Alternative? Für die Verwaltung gibt es keine Alternative zur Beseitigung der Schäden.
  • 6. Kreisverkehr in Südwest. Hier wird eine Baumaßnahme der Gemeinde Wiedemar angeführt. Das ist für die Stadt Delitzsch unerheblich.
  • 7. Ex-Tagesanlagen am Werbeliner See. Hier bemängelt die LVZ den Ankauf durch die Stadt, die Flächen an einen Investor verkaufen möchte. Dabei zählen der Zugang zum See und die Entwicklung eines sanften Tourismus zu den Zielen der Stadtverwaltung, um das Erholungsangebot attraktiver für die Einwohner und Gäste der Stadt zu machen.
  • 8. Altstadtpflaster. Die Materialwahl ergab sich aus der Lage der Altstadt innerhalb eines städtischen Sanierungs- und Denkmalschutzgebiets und war damit folgerichtig. Jede Verlegeart macht Pflege- und Wartungsarbeit nach Jahren notwendig. Im Fall der Pfortenstraße verbindet die Stadt mit der Sanierung die Herstellung der Barrierefreiheit für ältere und benachteiligte Bürger sowie Radfahrer. Damit entspricht man dem Wunsch zahlreicher Bürger.
  • 9. Ampel am Nordplatz. Seit zwei Jahren gibt es am Nordplatz keine Ampel mehr. Die frühere Ampel war vom Freistaat finanziert worden, d. h. es wurde kein städtisches Geld aufgewendet. Was wäre an dieser Kreuzung vor dem Kreisverkehr die Alternative zur Ampel gewesen? Wohl ein tägliches Verkehrschaos.
  • 10. Bushaltestelle Döbernitz. Hier hat ein Busunternehmen ein Halteschild mit einem falschen Straßennamen angebracht. Dieses Versehen ist bedauerlich, kostet aber nicht das Geld der Stadt.

 

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