Renaissancebild „Steinigung des Stephanus“ restauriert - Museumsverein fördert Sicherung an Ölgemälde

vom 21.06.2016

Ein wertvolles Ölgemälde aus dem späten 16. Jahrhundert konnte vor wenigen Wochen dem Museum Barockschloss Delitzsch restauriert übergeben werden.

Am Exponat „Die Steinigung des Stephanus“ hatten sich durch Trocknungserscheinungen des Holzunter-grundes etwa 60 kleine schollenartige Aufwerfungen der Malschicht gebildet. Die Leipziger Restauratorin Claudia Stark unterspritzte die Schollen mit Fischleim und glättete sie. Einige Bildpartien konnte sie zudem mit Retusche-Arbeiten ausgleichen.

Durch die finanzielle Unterstützung des Delitzscher Museums- und Heimatvereins e. V. war diese Restaurierung möglich geworden.

„Die Steinigung des Stephanus“ stammt ursprünglich aus der Delitzscher Stadtkirche Peter & Paul. Das Signum „MHB“ verweist möglicherweise auf den Meister Hans Busmann, der während der Religionsunruhen aus den Niederlanden hierher floh und 1584 Bürger der Stadt Delitzsch wurde.
Das Gemälde zeigt Stephanus, der durch falsch Zeugnis ablegende Personen der Lästerung des Tempels und der Gesetze bezichtigt und anschließend zu Tode gesteinigt wurde.
Das Gemälde wird in der Dauerausstellung im Barocksaal gezeigt.

 

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