Stadt untersucht Varianten für Bädereinrichtungen

vom 30.07.2015

(nf/30.7.15) Eine der beliebtesten Freizeiteinrichtungen im nordsächsischen Delitzsch ist das Freibad. Ursprünglich um 1900 errichtet und 1999/2000 letztmalig mit Fördermitteln umfassend saniert, weisen Schwimmbecken und die Zweckbauten an der Elberitzstraße mittlerweile diverse Schäden auf.

Diese sind teilweise altersbedingt, teilweise verursachten aber auch die eklatanten und möglicherweise bergbau(folge)bedingten Schwankungen des Grundwasserspiegels schwere Schäden an den beiden Schwimmbecken.

Im Zuge der Haushaltsgespräche für die Erstellung des aktuellen Doppelhaushaltes verständigten sich Verwaltung und Stadträte darauf, für die Zukunft des Schwimmbades verschiedene Varianten zu untersuchen: Einerseits soll die Sanierung des Freibades untersucht werden, zudem soll durch die Verwaltung der bauliche Zustand des Lehrschwimmbeckens in der Artur-Becker-Turnhalle geprüft werden, andererseits soll betrachtet werden, ob der Neubau eines Schwimmbades am Standort Elberitzstraße oder an einem anderen Standort möglich ist.
Dazu sind sowohl die Baukosten als auch Folgekosten, wie künftige Sanierungsaufwendungen, aber auch Personal- und Betriebskosten auf den Prüfstand zu stellen. Außerdem werden eventuelle Zweckbindungsfristen von vorher beanspruchten Förderprogrammen kontrolliert und evaluiert, ob künftig Förderrichtlinien, wie die RL Stadtumbau oder die RL Sportstätten, anwendbar sind.

Ein Lenkungsausschuss (LA) mit von den Fraktionen entsandten Sachverständigen sowie mit dem Schwimmmeister Uwe Meissner und weiteren Verwaltungsmitarbeitern soll das Projekt begleiten und tagte bisher drei Mal. Dabei werden die positiven Erfahrungen aus der Arbeit mit dem Lenkungsausschuss zur Oberschule Nord genutzt. Im Herbst dieses Jahres treffen sich die Mitglieder des LA Schwimmbad erneut und dann möchte die Stadtverwaltung eine erste, zahlenuntersetzte Gegenüberstellung der Variantenuntersuchungen vorstellen.

Als neuer Standort für ein Schwimmbad käme die Fläche an der Sachsenstraße gegenüber der Technische Werke GmbH in Frage. Dieses Gebiet ist im Bebauungsplan bereits als Sportgebiet ausgewiesen, zudem wäre eventuell die Abwärmenutzung der Stadtwerke möglich.
Im Herbst wird die Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Lenkungsausschuss über die Ergebnisse der Variantenuntersuchung öffentlich informieren.

 

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