„Ganz à la mode“: Historische Fächer im Museum Barockschloss Delitzsch

vom 26.02.2015

Fächer aus der Zeit vom 18. bis zum 20. Jahrhundert werden ab 6. März 2015 in der Sonderausstellung „Ganz à la Mode - Fächer vom 18. bis 20. Jahrhundert aus der Sammlung Ulrich Hoffmann/Köln“ im Barockschloss Delitzsch gezeigt.

Meist mit höchster Präzision und kunsthandwerklichen Geschick aus schimmernden Perlmutt, Elfenbein, kostbarer Seide und Spitze gefertigt, galten Fächer lange Zeit als Hoheitssymbol und Luxusobjekt. Bis zum frühen 20. Jahrhundert waren sie nahezu unverzichtbare modische Schmuckelemente der Damenwelt und wurden so auch zum Symbol der Weiblichkeit.

Zudem lenkt die Ausstellung das Augenmerk auf die Kolonialpolitik Europas mit China.Zunehmend gelangen Fächer als begehrte Geschenke nach Europa und Amerika. In Ostasien werden sie mit kunstvollen Schnitzereien und Stickereien speziell für den europäischen Geschmack angefertigt und exportiert. Häufig werden die Blätter der Faltfächer mit zahlreichen Motiven bemalt, wie beispielsweise mit Bibelszenen, Chinoiserien oder zeitgenössischen Themen.

Später wird der Fächer Werbeträger, Glückwunschkarte oder Souvenir, auf dem man sich mit Spruch und Autogramm verewigen konnte. Der Brisé-Fächer dient den Damen ab Ende des 19. Jahrhunderts als Tanzkarte, auf der sich die Herren eintragen, um sich ausgewählte Tänze zu reservieren. Das Zeitalter der Industrialisierung macht es möglich, Fächer für jeden Anlass und jedermann zu produzieren.

Die Ausstellung läuft bis 17. Mai 2015 und ist dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr zu sehen.

 www.barockschloss-delitzsch.de

 

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