Die Herrin der Banknoten: Kupferstich-Ausstellung zeigt auch Werke Margot Bitzers

vom 30.08.2014

Am 6. September 2014 öffnet um 15.00 Uhr im Museum Barockschloss Delitzsch die Sonderausstellung „Gezeichnet, Gestochen, Gedruckt – Die Kunst des Kupferstechens“ ihre Türen.


Eine fast vergessene künstlerische Technik und ein uraltes Handwerk ist das Kupferstechen. Es wurde in der Renaissance aus der Gravierkunst der Goldschmiede entwickelt und erlebte seine Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert.
Aus dieser Zeit stammt auch eine Vielzahl an Blättern der grafischen Sammlung des Delitzscher Museums, die in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Aber auch zeitgenössische Kupferstiche werden in die Schau mit einbezogen. Margot Bitzer, die von 1958 bis 1983 in der Deutschen Wertpapierdruckerei in Leipzig arbeitete und unter andrem Vorlagen für DDR-Banknoten und -Briefmarken stach, zeigt aus ihrem Werk 50 Blätter in der Delitzscher Ausstellung.
Margot Bitzer ist seit 1984 selbständig, arbeitet heute noch in Leipzig/Holzhausen als Kupferstecherin und zählt damit zu den letzten dieser Künstler in Deutschland. Sie fertigte in den letzten Jahren hauptsächlich Stadtansichten, Architektur- und Naturstücke.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist die Darstellung der einzelnen Abläufe des Kupferstechens mit verschiedenen Zustandsdrucken von der Vorlage bis zum endgültigen Blatt. Hierfür inszeniert das Museumsteam eine Kupferstecherwerkstatt mit Kupferdruckpresse und allem nötigen Zubehör.

Begleitend zu „Gestochen, Gezeichnet, Gedruckt“ gibt es im Herbst ein Galeriegespräch mit der Künstlerin Margot Bitzer sowie einen Druckkurs für Schulklassen. Die Termine hierfür werden rechtzeitig bekannt gegeben.

„Gezeichnet, Gestochen, Gedruckt – Die Kunst des Kupferstechens“:
6. September bis 7. Dezember 2014

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
 www.barockschloss-delitzsch.de

 

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