Weiß gestrichene Baumstämme

vom 28.02.2014

Bei dem Anstrich handelt es sich um einen Kalkanstrich. Aufgrund seiner Farbe wird dieser auch Weißanstrich genannt und dient als Schutz gegen Frostrisse der Rinde. Ein solcher Anstrich ist sowohl im öffentlichen Grün als auch bei privaten Bäumen besonders im Frühjahr wichtig.

Warum? Bäume entwickeln eine Art Frostschutz, indem sie den Zellsaft in den Zellen unter der Borke eindicken. Treffen die warmen Sonnenstrahlen zu Jahresbeginn auf die Borke und erwärmen die darunterliegenden Zellschichten, taut der Zellsaft wieder auf und wird flüssig.
Bei Spätfrösten oder anhand von Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht im Frühjahr kann der Zellsaft gefrieren. Weil sich das Volumen von Wasser beim Gefriervorgang ausdehnt, kann es hierbei zu Schäden an den Zellwänden kommen. Sie platzen regelrecht auf. Dieses Phänomen kennen und sehen wir an Bäumen als sogenannte „Frostrisse“. Durch diese Schäden am Baum können Pilze und Schädlinge leicht in das Gehölz eindringen.

Weiße Oberflächen reflektieren das Licht und verhindern damit die Wärmeentwicklung. Im Fachhandel gibt es spezielle Produkte auf biologischer oder auf chemischer Basis. Ein einfaches Rezept ist aber in Wasser angerührter Kalk.

Von der Stadtverwaltung wird das „Weißen“ gegenüber der Schilfmatte favorisiert. Somit werden zukünftig häufiger Bäume mit skurrilem Stamm im Stadtbild in Erscheinung treten.

 

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