Stadt Delitzsch beschließt Anteilszukauf an TWD

vom 22.10.2013

Der Stadtrat von Delitzsch hat in seiner Sitzung am 17. Oktober 2013 beschlossen, einen Geschäftsanteil an der Technische Werke Delitzsch GmbH zu erwerben. Der Anteil in Höhe von 25,1 Prozent soll von der WGD, der Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch mbH, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2013 übernommen werden. Die Wohnungsgesellschaft wiederum ist zu 100 Prozent in städtischem Besitz, und hält über ihre Beteiligung, die ZID Zukunft in Delitzsch mbH, bereits die schon jetzt der Stadt gehörenden TWD-Anteile. Der Anteilszukauf wurde durch den Verkauf des bisher durch die Thüringer Energie AG gehaltenen Anteils an der Technische Werke Delitzsch GmbH möglich. Der Thüringer Energieversorger hatte kürzlich angekündigt, die einzige Unternehmensbeteiligung außerhalb Thüringens verkaufen zu wollen.

„Wir wollen die TWD unbedingt in unserem kommunalen Einfluss behalten. Deswegen nehmen wir das Kaufangebot der Thüringer Energie AG an“, so Oberbürgermeister Dr. Manfred Wilde im Nachgang der Stadtratssitzung. „Wir sehen den Ausstieg der Thüringer Energie dabei mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einmal ist es schade, diesen langjährigen Beteiligungspartner zu verlieren. Andererseits haben wir so die Chance, den Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens TWD und damit auf die Energieinfrastruktur im Bereich der Stadt Delitzsch nachhaltig zu sichern. Eine leistungsstarke Stadt wie Delitzsch besitzt durch diese Rekommunalisierung wieder den Mehrheitsanteil an den TWD und dies ist für die künftige Entwicklung der Stadt eine strategische Grundentscheidung“.

Die Thüringer Energie AG ist an dem regionalen sächsischen Energiedienstleister TWD bereits seit 2002 beteiligt. Der geplante Anteilsverkauf erfolgt dabei auch vor dem Hintergrund der eigenen, kürzlich erfolgten Rekommunalisierung. Die Technische Werke Delitzsch GmbH ist die einzige Beteiligung außerhalb des Freistaates Thüringen. „Wir wollen unseren Fokus vorrangig auf die Beteiligungen an den Thüringer Stadtwerken richten“, so Stefan Reindl, Vorstandsprecher der Thüringer Energie, „das passt zu unserem Kerngeschäft, da haben wir als thüringisches Unternehmen auch die größten Kompetenzen“. Die Zusammenarbeit in Delitzsch im Zuge der Beteiligung an den TWD sei über 11 Jahre vertrauensvoll, engagiert und erfolgreich gewesen, betonte der Energiemanager Reindl, man habe zudem viel Know-How eingebracht und in diesen Jahren die Unternehmensentwicklung positiv beeinflussen können. Über den Kaufpreis wurde von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart.


Dr. Manfred Wilde
Oberbürgermeister



 

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