Kreisverkehr und Wartespur - Information zur Vorplanung des Ausbaus der Leipziger Straße

Sie ist eine der Hauptverkehrsadern unserer Stadt: Die Leipziger Straße zwischen Kohlstraße und der Einmündung nach Döbernitz zählt zu den meistbefahrenen Straßen von Delitzsch. Sowohl der Zustand der Fahrbahn als auch die Beschaffenheit von Fußwegen und – soweit vorhanden – Radwegen ist derzeit unbefriedigend.

Baulastträger dieser Straße ist der Freistaat Sachsen, daher ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) verantwortlich für den Ausbau. In der Stadtratssitzung am 30. Juni 2015 stellte das vom LASuV beauftragte Delitzscher Planungsbüro DELTA-Planungsgesellschaft mbH die Vorplanung für den Ausbau der Leipziger Straße vor.

Untersucht haben die Planer u. a., wie Radfahrer sicher in den Straßenverkehr eingebunden werden können. Als Variante wurde z. B. der Ausbau der Fahrbahn mit einem Schutzstreifen für Radfahrer – vergleichbar mit der Lösung in der Eisenbahnstraße – unter die Lupe genommen. Dies gilt bei Fachleuten als die für Radfahrer sicherste Lösung, vor allem wenn es um das Abbiegen der Radler in Kreuzungsbereichen geht.

Im Abschnitt zwischen Kohlstraße und fünfarmiger Kreuzung (Einmündung Richard-Wagner-Straße etc.) könnten vor der Diesterwegschule auf beiden Straßenseiten Parkflächen als Kurzzeitparkplätze entstehen. Die Ampel würde erneuert.

Für den Ausbau des fünfarmigen Knotens mit Leipziger, Richard-Wagner, August-Bebel- und Elberitzstraße wurden die Varianten einer Ampelkreuzung und eines Kreisverkehrs untersucht. Aufgrund der geringen Folgekosten, des Umweltschutzes sowie des besseren Verkehrsflusses plädierten die Delitzscher Stadtverwaltung und die Stadträte einhellig für die Lösung des Kreisverkehrs. Um einen Rückstau und das „Verstopfen“ des Kreisverkehrs bei länger geschlossener Bahnschranke zu verhindern, haben sich die Straßenplaner eine Wartespur als Lösung einfallen lassen, so dass die Leipziger Straße im Bereich der ehemaligen Walzenmühle zweispurig würde und nach dem Öffnen der Schranke per Reißverschlusssystem der Verkehr weiterfließen könnte. In diesem Abschnitt gibt es auf beiden Seiten Gehwege.

Im Bereich zwischen der Kreuzung Einmündung Döbernitz und Bahnübergang würden laut Vorplanung barrierefreie Bushaltestellen sowie auf der Seite des Sondergebietes (Pflanzenmarkt) ein ausgebauter Gehweg entstehen. In diesem Abschnitt erfolgt die Straßenentwässerung auch künftig über offene Mulden.

Fakt ist: Bevor diese komplexe Baumaßnahme umgesetzt werden kann, bedarf es dreier weiterer Planungsphasen, die jeweils mindestens ein Jahr dauern und die in Abhängigkeit vom Haushalt des Freistaates realisiert werden. Verwaltung und Stadträte stehen der Vorplanung positiv gegenüber, dieses Signal hat das LASuV aus der Stadtratssitzung mitgenommen.

 
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